Zeltlager 2026
Mit dem Katamaran über den Atlantik »geflogen«

34. Jugendzeltfreizeit vom SC »Hellas« Einbeck in La Tranche sur Mer | Wellenreit-Kurs und Wasser-Park

Die Teilnehmer der Jugendzeltfreizeit vom SC »Hellas« Einbeck genossen erneut ihre Zeit an der französischen Atlantikküste und auf der Île de Ré.

 

Ein entspanntes Gleiten über die Wellen rund um das Fort Boyard genossen die Teilnehmer der Jugendzeltfreizeit vom SC »Hellas« Einbeck bei einer Katamaran-Tour. Nach der Ausfahrt aus dem Hafen von La Rochelle setzte die Bootsbesatzung die Segel - mit mehr als neun Knoten flog die »Harmony« dann über den Atlantik in Richtung Île d'Oléron. Ziel war das Fort Boyard, das »steinerne Schiff« mitten im Rochefort Océan. Erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts war es erst eine Verteidigungsfestung, später lange Zeit ein Gefängnis. Aktuell wird es umfassend saniert, mitten im Meer entstehen auf ihm bis zu 160 Wohnungen. Zudem spielt seit 1990 die Spielshow »Fort Boyard« auf der Festung, die immer noch im französischen Fernsehen läuft. Kandidaten müssen verschiedene Aufgaben absolvieren und dabei sich gegen zwei Tiger, Schlangen und viele weitere Tiere erwehren. Die mehr als 70 Hellas-Teilnehmer genossen die Katamaran-Tour. Einige liebten es, in den Bugnetzen die Wellen abzureiten und dabei nass zu werden, andere schauten dem Kapitän genau bei der Abend zu. Die rund vierstündige Tour endete bei Sonnenuntergang mit dem imposanten Einlauf in den Alten Hafen. Spaß, Spiel, Sport, Sonne, Kreativität und Gemeinschaft standen erneut im Mittelpunkt der »Hellas« Freizeit nach Frankreich.

Gespickt war sie wieder mit zahlreichen besonderen Momenten und Aktionen wie der Katamaran-Tour, Wellenreit-Kursen oder dem Besuch eines großen Wasserparks. Die Teilnehmer und Betreuer genossen die Zeit auf »ihrem« Campingplatz in Frankreich, der für viele schon wie eine zweite Sommer-Heimat geworden ist. Tagsüber ein wunderschöner Strandabschnitt zum Baden, Chillen oder Sporttreiben, abends ein besonderer Platz, um eine unvergessliche Nacht unter dem Sternenhimmel zu erleben. Der Aufenthalt an der französischen Atlantikküste war wieder etwas Besonderes. Einige in der Heimat hatten zwischendurch Bedenken wegen der Waldbrände in Frankreich. Doch diese waren meist in der Nähe von Bordeaux - rund 300 Kilometer von den »Hellas«-Teilnehmern entfernt.

Seit 1993 geht es für Einbecker Teilnehmer und Betreuer in die Region Vendee. Zusammen wurde wieder die »schönste Zeit des Jahres« verbracht. Beliebt ist die besondere Freizeit, schon nach Rückkehr kündigten einige ihr Interesse für 2027 an. Seit der ersten Durchführung gab es rund 2.150 Teilnehmer, jeder nahm durchschnittlich zweimal oder mehr teil. Rund 30 Mitfahrer kommen auf mehr als zehn Aufenthalte, zwölf auf mehr als 20. Einige waren zu Beginn als Kinder und Jugendliche dabei, inzwischen gehören sie zum Betreuerteam und nehmen auch ihre Familien mit.

Nach 17-stündiger Busfahrt erreichten die Einbecker wohlbehalten den Zeltplatz in Les Conches im Département Vendée. Sie bauten schnell ihre Zelte auf, da es sie zum Strand zog. Zur Eingewöhnung vor Ort war das Wetter passend. Es gab Sonnenschein bei Temperaturen bis zu 35 Grad, Nächte mit 15 bis 18 Grad sorgten für Abkühlung. Die »Hellas«-Teilnehmer verbrachten viel Zeit im Wasser im Atlantik. In den ersten Tagen war dieser wie eine große Badewanne ohne große Wellen. Genutzt wurde die Zeit in Frankreich, um sich bei Spielen und Aktionen besser kennenzulernen, Namen zu erfahren sowie bei leckeren Essen die Gaumen zu erfreuen. Immer wieder sorgten die Betreuer für neue Anreize. Geschicklichkeit und Teamfähigkeit waren gefragt, um Herausforderungen zu meistern. Wie in den Vorjahren ging es auf dem Zeltplatz familiär zu. Mehrere Geschwisterpaare waren vor Ort. Begeistert waren die mitgefahrenen »Hellas«-Vorstandsmitglieder von der Zeltfreizeit, wie auch die Betreuer und Teilnehmer. Verschiedene Kreativangebote oder Brettspiele standen zur Auswahl. Sie wurden reichlich genutzt wie das riesige »Vier gewinnt«. Oft hielten UNO und Werwolf Einzug; kreative Angebote waren ebenfalls gefragt.

Dank kommunaler Unterstützung war es wie in den Vorjahren möglich, dass alle Teilnehmer an einem Wellenreit-Kurs teilnehmen konnten. Dieser kam wieder gut an. Angeleitet von Surf-Lehrern lernten die Teilnehmer Grundlagen kennen, erste Erfolge traten schnell ein. Zahlreiche schafften es, aus dem Wasser auf das Brett zu springen und gekonnt die Wellen abzureiten. Gelerntes wurde in den Folgetagen auf vereinseigenen Brettern, die der SC »Hellas« angeschafft hatte, gefestigt.

Ob Schwimmen, Volleyball und Fußballspielen, Muschelsuche, Strandspaziergänge sowie Sonnen oder Ausruhen am Atlantik, die Möglichkeiten am eigenen »Beach« waren groß. Auch abends zog es Teilnehmer zum Sonnenuntergang an den Atlantik. Einige fanden das so schön, dass sie am Strand übernachteten. Ebenfalls Höhepunkte waren die farbenfrohen Disco-Abende, die der SC »Hellas« auf dem Zeltplatz und am Strand organisierte. Internationale, deutsche und französische Musik mit passender Lichtuntermalung sowie Nebel und Seifenblasen, erzeugt von der vereinseigenen Veranstaltungstechnik, sorgten für unvergessliche Momente. Knicklichter waren beliebte Utensilien für außergewöhnliche Arrangements.

Neben dem täglichen Strandprogramm fuhren die Einbecker mehrmals zum französischen Markt ins benachbarte La Tranche sur Mer. Dort konnte sie sowohl Shoppen als auch die Vielfalt des Wochenmarktes erleben. Täglich ging es für Mitglieder jeder Kochgruppe zum Einkauf in den Supermarkt. Auf dem Platz kochten die Jugendlichen in Kleingruppen selber. Angetan waren sie von der hohen Kulinarik der Gemeinschaftsessen und den Kochkünsten des Projektteams. Schnitzel mit verschiedenen Saucen oder Gulasch mit selbstgemachten Knödel kamen gut an. Ein weiterer Höhepunkt war der französische Abend mit Spezialitäten wie Muscheln. Zahlreiche Teilnehmer wagten sich an die für sie neuen Köstlichkeiten und genossen sie.

Vor der Katamaran-Tour hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, in das mediterrane Leben der pulsierende Universitätsstadt La Rochelle einzutauchen. Einige fuhren mit dem großen Riesenrad und erhaschten weite Blicke über die Stadt. Eine zweite Tagestour führte in den beliebten O'Gliss Park, den größten natürlichen Wasserpark der Region. Rutschen für jede Altersstufe, Wellenbäder, Schaumparty und zahlreiche weitere Attraktionen begeisterten. Immer wieder ging es rasant zu. Zudem lernten die Teilnehmer bei einer Tagesfahrt die Île de Ré kennen, die sie von ihrem Strandabschnitt täglich sehen konnten. Der lebendige Hauptort Saint-Martin-de-Ré bot verschiedene Möglichkeiten, wunderschöne Stunden auf der »Insel« zu verbringen.

Als anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendarbeit bekommt der SC »Hellas« jedes Jahr für die Jugendzeltfreizeit viel Lob sowie Unterstützung von Kommunen und dem Landessportbund. Gedankt wurde allen Beteiligten, die erneut zum Gelingen beitrugen - wie auch der Firma FC Schramm Industriebau aus Einbeck, die dieses Jahr die Teilnehmer-Shirts sponserte. Am Ende der Freizeit bauten alle Teilnehmer die eigenen Zelte ab, bevor der Tour mit dem Bus zurück Richtung Einbeck startete. Nach zwei Wochen lang Wachbleiben, Feiern, Sonne tanken und chillen erfolgte die Fahrt eher ruhig.

Ein Höhepunkt war eine Katamaran-Tour bis zum Fort Boyard. Bei Sonnenuntergang ging es zurück in den Hafen von La Rochelle.

Bei den Wellenreit-Kursen stellten sich schnell Erfolge ein. Fast alle schafften es, erste Wellen mit den Boards abzufahren.

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SC Hellas Einbeck
Am Schwimmbad 9
37574 Einbeck

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